Mai 2011: Unsere Pflanzen
Sorbus torminalis

In dem wenig begangenen Bereich, der südlich an das Nutzpflanzenrevier anschließt und durch eine Granitplatte als Feld 55a des Arboretums ausgewiesen ist, steht ein nicht sehr hoher Baum. Er fällt durch eine dicht belaubte Krone und weit herabreichende Äste auf. Die Blätter dieses Baums sind beiderseits tief eingeschnitten; die Lappen laufen spitz zu. Das Laub verfärbt sich im Herbst blutrot. Je nach Jahreszeit trägt der Baum, angeordnet in doldigen Rispen, filzige Knospen, weiße Blüten oder rundliche, bei der Reife orangefarbene, zuletzt braune Früchte.
Es handelt sich um den Elsbeerenbaum, kurz auch Elsbeeere genannt, den Baum des Jahres 2011. Unser Exemplar ist leicht an seinem etwas schief gewachsenem Stamm zu erkennen.

Die Elsbeere zählt zur Gattung Sorbus, zu der auch die Eberesche, die Mehlbeere und der Speierling gehören. Weltweit gibt es 80 – 100 Sorbus-Arten; sie kommen in den kühl gemäßigten Zonen der Nordhalbbkugel vor.


Unsere Elsbeere in Knospe, Ende April 2011

Unsere Elsbeere, Habitus, Ende Mai 2011

Typisch für die Elsbeere sind die tief eingeschnittenen Blätter, die im jungen Zustand beidseitig lockerfilzig behaart sind. Knospen und Stiele des Blütenstands sind jung ebenfalls filzig behaart.


Die Blüten unserer Elsbeere Mitte Mai 2011

Die Kronblätter sind reinweiß gefärbt; die Staubblätter hellgelb

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg