Februar 2020: Unsere Pflanzen

Die Zaubernuss

Hamamelis L.
Familie (Ordnung): Hamamelidaceae (Saxifragales)


Hamamelis × intermedia 'Pallida'

Herkunft / Verbreitung
Die fünf Arten der Zaubernuss kommen in Nordamerika, Japan und den gemäßigten Breiten Chinas vor.

Kurzbeschreibung
Die meisten Arten und Kulturvarietäten von Hamamelis sind breite, ausladende Sträucher. Die Blüten, in warmen Farbtönen von Gelb über Orange zu Rot, erscheinen früh im Jahr an den noch blattlosen Zweigen. Vier sehr schmale, lange und anfangs zerknitterte Blütenblätter strahlen kreuzförmig aus. An warmen Tagen verströmen die Blüten einen feinen Duft. Die Rinde ist meist glatt und hellgrau bis rötlich, wobei letztere an regennassen Tagen besonders schön aussieht. Die Herbstfärbung des Laubes ist ein weiterer Pluspunkt der Zaubernuss.

Begleitpflanzen
Alle frühblühenden Zwiebelpflanzen wie Winterling (Eranthis), Schneeglöckchen (Galanthus), Frühlingsknotenblumen (Leucojum) und Crocus machen sich unter diesen Sträuchern gut.

Kultur
Obwohl aus Ostasien und den USA, die viele Pflanzen beheimaten, die sauren Boden bevorzugen, kommen Hamamelis mit den Bodenverhältnissen in Europa meist gut zurecht. Ausgewachsen wird die Zaubernuss bis zu 5 m hohen Großsträuchern, seltener kleinen Bäumen, und braucht daher etwas Raum. Beim Schnitt achtgeben, da viele Kulturvarietäten auf eine Unterlage von der eher unscheinbar blühenden aber kräftigen H. virginiana aufgepfropft sind. Am besten kommt die Zaubernuss als Solitärstrauch zur Geltung.

Nutzung
Neben der Verwendung als Zierpflanze finden Rindenextrakte der Hamamelis wegen ihrer adstringierenden Wirkung auch Anwendung in der Hautpflege und bei Kosmetikprodukten.

Lokalität im Botanischen Garten

Innerhalb des Frühlingsgartens sind mindestens sechs verschiedene Kulturvarietäten zu sehen.


Hamamelis japonica 'Arborea'


Hamamelis mollis 'Orange'


Hamamelis × intermedia 'Carmine Red'


Hamamelis × intermedia 'Diane'

Text und Fotos: Dr. Tanja M. Schuster, Ludwig-Maximilians-Universität München