Eine besondere Rarität kommt zur Blüte
Megacarpaea polyandra
Dieser imposante Kreuzblütler stammt aus niederschlagreichen Regionen des Himalaja, aus Höhenlagen von 3.000 bis 4.300 m. Deutschlandweit gelingt die Kultur dieser Art nur im Alpengarten auf dem Schachen. Allerdings benötigen die Gärtner dazu viel Geduld. 10 bis 15 Jahre lang sind von Megacarpaea nur ihre großen, fiederschnittigen Blätter zu sehen. Erst wenn genügend Reservestoffe in der Rübenwurzel gespeichert sind, entwickelt sie ihren 1 – 2 m hohen Blütenstand mit Hunderten von blassgelben Blüten. Mit dem Ausreifen der Früchte stirbt die gesamte Pflanze ab.
Megacarpaea polyandra

Jennifer Wainwright-Klein, die Reviergärtnerin des Alpengartens neben Megacarpaea polyandra (im Hintergrund das Königshaus von Ludwig II am Schachen)

Blütenstand von Megacarpaea polyandra

Einzelne Blüten von Megacarpaea polyandra
Neben diesem seltenen Spektakel gibt es natürlich zahlreiche andere attraktive Arten im Alpengarten zu sehen, wie verschiedene Enzian- und Edelweiß-Arten, Lilien aus dem Kaukasus, Zwergrhododendren, blauen Mohn aus dem Himalaja und vieles mehr.
Text: Andreas Gröger