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Botanischer Garten München-Nymphenburg

22. Mai 2006: Unsere Pflanzen

Wisteria sinensis

Wisteria sinensis SIMS (SWEET)

Zur Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütler) gehört die Gattung Wisteria NUTT., auf deutsch Glyzinie, Wistarie oder Blauregen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der etwa zehn Wisteria-Arten ist Ostasien und das östliche Nordamerika. Es sind sommergrüne Schlinggehölze mit gefiederten Blättern und großen, herabhängenden, duftenden Blütenständen, weshalb sie gern als Pergolabewuchs gepflanzt werden.

Die am häufigsten gepflanzte Art ist die aus China stammende Wisteria sinensis, der Chinesische Blauregen. In China war die Art von altersher eine beliebte Zierpflanze. Nach Europa gelangten erste Nachrichten über diese attraktive Kletterpflanze bereits 1723 über den französischen Pater DOMINICUS PARENNIN, der in China als Missionar wirkte. Ein erstes lebendes Exemplar dieser Pflanze kam 1816 zur Horticultural Society nach London, ab etwa 1850 wurde der Chinesische Blauregen auch in Deutschland kultiviert. Die Pflanze wurde damals unter der Bezeichnung Glyzinie (Glycine sinensis) gehandelt.

Der lateinische Gattungsname ehrt CASPAR WISTAR (1761-1818), Professor für Anatomie an der University of Pennsylvania. Im Botanischen Gartens München-Nymphenburg gedeiht das Ziergehölz besonders gut im Schmuckhof auf der Südseite des Gebäudes der Botanischen Staatsanstalten.

 

Wisteria sinensis 1

Der Kletterstrauch Wisteria sinensis an der Südseite des Gebäudes der Botanischen Staatsanstalten.

 

Wisteria sinensis 2

Der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis) benötigt zum guten Gedeihen warme und sonnige Standorte.

 

Wisteria sinensis 3

Die zart duftenden Blüten des Chinesischen Blauregens erscheinen im Frühjahr vor den Blättern an den noch kahlen Zweigen. Die Blütenstände werden bis zu 30 cm lang.

 

Literatur (Auswahl):

CHEERS, G. (ed.) 1998: Botanica. 1. deutsche Auflage

GENAUST, H. 1996: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage, überarb.

HUXLEY, A. (ed.) 1992: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening

KRAUSCH, H-D. 2003: "Kasierkron und Päonien rot …" 1. Auflage

 

 

Fotos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg
Aufnahmedatum: 19. Mai 2006

Text: Ehrentraud Bayer

© 2006 Botanischer Garten München-Nymphenburg Zum Seitenanfang.