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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Schnuppern und Staunen im Botanischen Garten

Schnuppern und Staunen - ein besseres Motto kann man sich derzeit für einen Spaziergang durch den Botanischen Garten gar nicht vorstellen. Welche Richtung man auch einschlägt, für Abwechslung ist gesorgt: Nase und Auge werden allenthalben angenehm überrascht. Überall im Garten wetteifern wohlriechende Blumen mit tropisch üppigem Grün und farbenfreudige Blütenschönheiten um die Aufmerksamkeit des Publikums. Wer sich nicht allein durch diese grüne und blühende Fülle "hindurchschnuppern" möchte, dem sei die Teilnahme an der Führung von Frau Sabine Kapsecker am Sonntag, dem 16. Juli 2006, um 11 Uhr, empfohlen. Die Führung ist ganz speziell auf unsere jungen Besucherinnen und Besucher abgestimmt, doch auch die begleitenden Erwachsenen werden genug zu staunen haben!

 

Rosen 1

In voller Blüte stehen zur Zeit die Rosen in den Beeten auf der Nordseite des Cafés. Es ist ihnen jedoch nicht anzusehen, ob sie duften, das läßt sich erst durch aktives Beschnuppern der schönen Blüten herausfinden.

 

Rosen 2

Im Vordergrund die gelbe Tee-Hybridrose 'Goldina', dahinter die rotblühende Beetrose 'Rosenau'. Im Hintergrund die äußerst blühfreudige ADR-Rose 'Rosenprofessor Sieber'. Das Prädikat ADR bedeutet "Anerkannte Deutsche Rose".

 

Lavandula angustifolia 1

Von bestaunenswerter Schönheit, Farbe und Duft ist der Lavendel. Seine wohlriechenden ätherischen Öle sind in der gesamten Pflanze verteilt. Der Lavendel ist eine im Mittelmeergebiet beheimatete Pflanze. Er zählt zur Familie der Lippenblütler, der Lamiaceae. Abgebildet ist der Echte Lavendel, Lavandula angustifolia.

 

Lavandula angustifolia 2

Lavendel wird gern als Begleitpflanze in Rosenbeeten kultiviert. Im Botanischen Garten ist dies auf der Südseite des Cafés zu sehen.

 

Castanea sativa 1

Was bei uns im Winter als "heiße Maroni" angeboten wird, sind die Samen der Edelkastanie oder Echten Kastanie, deren Ursprung in Kleinasien liegt. Die männlichen Blüten stehen in zahlreichen langen, gelblich weißen, kätzchenförmigen Blütenständen. Der lateinische Artname des Baumes lautet Castanea sativa. Die Edelkastanie zählt zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Im Botanischen Garten findet man ein Exemplar an der Nordostecke des Arboretums, oberhalb des Schmuckhofes.

 

Castanea sativa 2

Teilansicht des blühenden Edelkastanie. Charakteristisch für den Baum sind die lanzettförmigen, am Rand spitz gezahnten Blätter.

 

Castanea sativa 3

Nahaufnahme der männlichen Blütenkätzchen der Edelkastanie, Castanea sativa. Die Blüten strömen einen deutlich wahrnehmbaren Geruch aus. Sie werden von Bienen und anderen Insekten besucht.

 

Castanea sativa 4

Wesentlich weniger zahlreich als die männlichen sind die weiblichen Blüten der Edelkastanie. Sie sind fast kugelig, klein und unscheinbar, lassen aber bereits die Bestachelung erkennen, wie sie später für die reife Frucht charakeristisch ist. Die reifen Früchte enthalten einen oder zwei Samen, die Edelkastanien (oder Maroni).

 

Gunnera tinctoria 1

An jeder Ecke des Seerosenbeckens im Schmuckhof steht eine mächtige Staude, deren langgestielte Blätter zu enormer Größe heranwachsen können. Die Stiele werden meterlang, die Blätter können einen Durchmesser von 1-3 m erlangen. In Deutschland wird sie Riesen-Mammutblatt genannt oder bisweilen auch als Riesenrhabarber bezeichnet. Sie ist jedoch nicht mit unserem Rhabarber verwandt. Der wissenschaftliche Name lautet Gunnera tinctoria.

 

Gunnera tinctoria 2

Beheimatet ist diese eindrucksvolle Pflanze in Chile. Dort kommt sie in feuchten Wäldern und an Flußufern vor. Erstaunlich ist, daß sich die riesigen Blätter innerhalb einer Vegetationsperiode zu entwickeln vermögen. Das gelingt jedoch nur, wenn genügend Nährstoffe und Feuchtigkeit zur Verfügung stehen. Die Pflanze ist bei uns nicht winterhart und muß während der kalten Jahreszeit abgedeckt werden. Gunnera tinctoria zählt zur Familie der Seebeerengewächse, der Haloragaceae.

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Aufnahmedatum: 7. Juli 2006

Text: Ehrentraud Bayer

© 2006 Botanischer Garten München-Nymphenburg Zum Seitenanfang.