Einführung: Großes Kakteenhaus

Unsere lichte Eingangshalle ist der trockenheitsliebenden Pflanzenwelt Amerikas gewidmet. Sie blicken auf eine aus Gneis und Sand nachgebildete, wüstenartige Landschaft, in der große Kandelaber-, Säulen- und Kugelkakteen stehen. Eine auffällige Gestalt haben auch die Agaven. Sie erkennen sie als große Rosetten aus starren, schräg nach oben gerichteten Blättern. Außer den Kakteen und Agaven wachsen hier auch noch andere Pflanzen aus den amerikanischen Halbwüsten. Bei einem Rundgang können Sie sie selbst entdecken.

Kakteen legen sich als Überlebensstrategie gegen die Trockenheit einen Wasservorrat im Stamm an. Agaven bewahren ihren Wasservorrat lieber in den Blättern auf. Alle wasserspeichernden Pflanzen nennt man Sukkulenten. Je nach Speicherort spricht man von Stamm- oder Blattsukkulenten. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort suculentus ab, das saftig oder saftreich bedeutet. Im Laufe der Führung werden Sie noch weitere sukkulente Pflanzen kennen lernen. Sie kommen nicht nur in Amerika, sondern auch auf anderen Erdteilen vor.

Nicht alle Pflanzen, die hier in der Eingangshalle wachsen, sind in Amerika heimisch. In den seitlichen Beeten finden sich auch Vertreter anderer Erdteile, wie etwa ein alter Pomeranzenbaum, der wie alle Citrus-Arten aus dem östlichen Asien stammt oder die orangeblau blühende Strelitzie aus Südafrika.

Nach der das Gesamtbild dominierenden Pflanzengruppe wird die Eingangshalle als „Großes Kakteenhaus“ bezeichnet.



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Einführung: Großes Kakteenhaus (MP3, 750 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg