Beaucarnea recurvata, B. stricta: Elefantenfuß

Vielleicht haben Sie eine Pflanze, wie Sie vor Ihnen steht, in kleinerem Format bei sich zu Hause auf dem Fensterbrett. In ihren jungen Jahren ist sie sehr attraktiv und pflegeleicht dazu. Ihr Stamm ist dann unten schön kugelig aufgewölbt, verjüngt sich nach oben und endet in einem dichten Schopf elegant herabhängender Blätter. Wegen dieser Stammform heißt die Pflanze Flaschenbaum. Im Alter, wenn sich – so wie Sie es hier sehen – der Stamm unten verbreitert, erinnert er an einen großen Fuß. Elefantenfuß ist daher eine weitere Bezeichnung. Die Stammverdickung dient der Wasserspeicherung. Das ist eine Anpassung an trockene Umweltbedingungen, wie sie im natürlichen Lebensraum dieser Pflanze herrschen.

Ihr wissenschaftlicher Name Beaucarnea recurvata ehrt im Gattungsnamen den belgischen Pflanzenzüchter Beaucarne, der als erster Mitte des 19. Jahrhunderts Blüten dieser Pflanzenart sammelte. Der Artbeiname recurvata bedeutet zurückgebogen und bezieht sich auf die langen, bogig herabhängenden Blätter. Sie sind von zähen Fasern durchzogen und wurden früher zum Flechten von Körben und Matten verwendet.

Beaucarnea recurvata ist in Mexiko beheimatet. Dort kommt auch Beaucarnea stricta vor, eine sehr ähnlich aussehende Art. Wenn Sie ein paar Schritte weitergehen, können Sie ein baumförmiges Exemplar davon hier im gleichen Beet sehen.



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Beaucarnea recurvata, B. stricta: Elefantenfuß (MP3, 647 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg