Washingtonia: Wuchsform der Palmen

Palmen sind der Inbegriff von Exotik und üben von jeher eine besondere Faszination auf uns Mitteleuropäer aus. Ihre Kultur in unseren Breiten war eines der treibenden Motive für den Bau der ersten großen Gewächshäuser im 19. Jahrhundert.

Palmen, die hier im Haus zahlreich vertreten sind, sind wirklich außergewöhnliche Pflanzengeschöpfe. Schon ihre Wuchsform ist auffallend anders. Bei allen uns vertrauten Bäumen nehmen die Stämme mit zunehmendem Alter an Umfang zu. Ganz anders bei den Palmen! Ihre säulenförmigen Stämme bleiben zeitlebens von unten bis oben gleich schlank. Schon als Jungpflanzen erreichen Palmen ihren endgültigen Stammdurchmesser. Deswegen dauert es manchmal Jahre, bis ihr Höhenwachstum einsetzt.

Noch eine Reihe weiterer Besonderheiten kennzeichnen die Palmen. So sind ihre Stämme, bis auf ganz wenige Ausnahmen, unverzweigt. Und alle ihre Wedel, die zum Teil enorme Ausmaße annehmen können, stehen schopfartig auf der Spitze des Stammes. Entwickelt sich ein neues Blatt, steht es zunächst schwertförmig aufrecht in der Mitte des Schopfes. Danach entfaltet es sich entweder zu einem Fächer- oder Fiederblatt.



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Washingtonia: Wuchsform der Palmen (MP3, 542 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Günter Gerlach, Botanischer Garten München-Nymphenburg