Cinnamomum verum: Würzige Rinde

Der heute in vielen tropischen Ländern angebaute Echte Zimtbaum hat seine Heimat in Südwestindien und auf Ceylon, weshalb er auch als Ceylon-Zimtbaum bezeichnet wird. Er kann bis zu 20 m Höhe erreichen. In Kultur wird er jedoch niedrig gehalten, da als Gewürz die Rinde etwa zweijähriger Zweige genutzt wird.

Zur Ernte werden die Zweige abgeschnitten und entrindet. Die etwa 1 m langen, Rindenstücke lässt man eingeschlagen in Matten über Nacht fermentieren, schält dann die äußeren Rindenschichten ab und trocknet sie. Echter Zimt, auch Kaneel genannt, ist daran zu erkennen, dass die Rindenstücke von zwei Seiten her eingerollt sind.

Zimt ist ein weltweit genutztes Gewürz zur Aromatisierung von Süßigkeiten und Likören. Aus Rindenresten und Blättern wird außerdem das Zimtöl gewonnen. Es wird als Duftstoff in der Parfüm- und Seifenindustrie eingesetzt, findet aber auch in Arzneien Verwendung, die gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden helfen.

Es heißt, dass der Zimt bereits den alten Griechen und Römern bekannt war, die die würzige, gerollte Rinde von phönizischen Händlern erhielten. Sie wurde Kinnamomon genannt. Daraus leiten sich das lateinische Cinnamomum ab, der heutige Gattungsname, und schließlich auch die deutschen Worte Zimmet und Zimt.



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Cinnamomum verum: Würzige Rinde (MP3, 631 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg