Schmetterlinge: Lebenszyklus

Die meisten Menschen begeistern sich für Schmetterlinge, für Raupen weniger. Dabei handelt es sich um ein- und dasselbe Lebewesen, nur in unterschiedlichen Entwicklungsstadien!

Auch hier im Haus dürfen sich einige unsere tropischen Schmetterlinge kontrolliert vermehren. Sehen Sie sich einmal um und Sie werden einige Topfpflanzen, wie Zitronenbäumchen, Bananen oder Passionsblumen entdecken, deren Blätter ein bisschen mitgenommen aussehen. Auf ihnen haben die auf die jeweilige Futterpflanze spezialisierten Falter ihre Eier ablegt. Aus den etwa stecknadelkopfgroßen Eiern schlüpfen winzige Räupchen. Je nach Größe des späteren Schmetterlings müssen sie 3 – 6 Wochen lang permanent fressen und sich mehrmals häuten. Mit der letzten Häutung verwandeln sie sich in eine Puppe. In ihr findet eines der großen Wunder der Natur statt: aus einem wurmförmigen, mühsam kriechenden, Pflanzen fressenden Wesen wird ein fliegender Edelstein, der nur noch Nektartröpfchen zu sich nimmt. Dieser Verwandlung dauert 1 – 2 Wochen. Dann reißt die Puppenhaut auf, der Schmetterling zieht sich ins Freie und entfaltet seine Flügel. Die Lebensphase als Schmetterling ist vergleichsweise kurz. Sie dauert im Durchschnitt nur 2 – 4 Wochen und endet mit der Paarung und Eiablage. Danach ist der Lebenszyklus abgeschlossen.



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Schmetterlinge: Lebenszyklus (MP3, 584 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg