Lithops: Lebende Steine

Das Speichern eines Wasservorrats verbunden mit möglichst geringer Verdunstung zählt zu den wichtigsten Überlebensstrategien von Wüstenpflanzen. Eine möglichst kleine Oberfläche wirkt sich günstig auf die Verdunstungsbilanz aus, ebenso das Einsenken des Pflanzenkörpers in die Erde.

Die Gattung Lithops hat diese Vorschriften streng befolgt. Die Pflanzen bestehen nur aus einem einzigen, fast völlig miteinander verwachsenen Paar wasserspeichender Blätter. Sie werden im Durchmesser kaum breiter als 5 cm und stecken so tief im Boden, dass Blattoberfläche und Boden eine Ebene bilden. Auf Grund der steinähnlichen Färbung und Muster sind Lithops kaum von der Umgebung zu unterscheiden. Oder hätten Sie auf Anhieb zu sagen gewusst, welches hier Pflanze, welches Kieselstein ist? Mit Recht werden die Arten der Gattung Lithops als „lebende Steine“ bezeichnet.
Sehr schön sind die großen weißen bis leuchtend gelben Blüten von Lithops, die im Herbst zu erwarten sind – lassen Sie sich diesen Anblick nicht entgehen.



Audiodatei-Download
Lithops: Lebende Steine (MP3, 492 KB)



Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Dr. Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg