Einführung: Lebensraum Bergregenwald

Beim Betreten des Baumfarnhauses wird Ihnen sofort auffallen, daß es hier nicht so dampfig-warm ist wie in anderen Häusern. Es ist zwar ähnlich feucht, aber mit durchschnittlich 15°C deutlich kühler. Das entspricht den Klimaverhältnissen der Bergregenwälder.

Bergregenwälder unterscheiden sich in der Zusammensetzung ihrer Vegetation deutlich von den Tieflandregenwäldern. Ein Kennzeichen ist zum Beispiel die Vielzahl an Baumfarnen, die auch in diesem Gewächshaus reichlich vertreten sind. Typisch ist außerdem, dass die Bäume meist über und über mit Aufsitzerpflanzen bedeckt sind. Besonders die Fülle an Tier- und Pflanzenarten, die in den Baumkronen leben, macht die Bergregenwälder zum artenreichsten terrestrischen Ökosystem weltweit. Sie werden in ihrer Diversität nur von den tropischen Korallenriffen übertroffen.

Leider sind die Bergregenwälder, die in Äquatornähe in Höhen von 1.200 bis 2.500 m gedeihen, meist stärker gefährdet als die im Tiefland. Die Hauptbedrohung geht vom Kaffeeanbau aus, der inzwischen weltweit, von Kolumbien bis Vietnam, betrieben wird. Für ihn werden nach wie vor immense Flächen dieser artenreichen Wälder vernichtet.



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Einführung: Lebensraum Bergregenwald (MP3, 649 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg