Cibotium regale: Behaarung

Um Farne eindeutig zu bestimmen, kommt man ohne Lupe nicht aus. Zum einen muss man sich die Sporenlager auf den Wedeln genauer ansehen. Ein weiteres wichtiges Bestimmungsmerkmal bei den Farnen sind die Schuppen und Haare, mit denen die verschiedensten Organe besetzt sind. Ihre Gestalt ist vielfältig: von stacheligen Borsten, bandförmigen Streifen und Schuppen bis zu langen Seidenhaaren.

Bei der Farngattung Cibotium stehen die Haare so dicht an der Basis der Wedelrippen, dass der ganze Stamm in ein seidig-glänzendes, kupferbraunes Fell gepackt ist. Wegen dieser Haartracht wird Cibotium auch gerne als das „Schaf“ unter den Farnen bezeichnet. Für den Menschen haben die Haare allerdings keinen kommerziellen Nutzen. In der Mitte des 19. Jh wurden in Hawaii Cibotium-Haare in größerem Stil gesammelt und als Füllmaterial für Kissen und Matrazen in die USA exportiert. Aber bald stellte sich heraus, dass die Haare Feuchtigkeit anziehen und recht schnell zu Staub zerbrechen, und man wich auf andere Füllstoffe aus.



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Cibotium regale: Behaarung (MP3, 512 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg