Biologischer Pflanzenschutz

An zahlreichen in diesem Gewächshaus ausgestellten Pflanzen werden Sie kleine, offene Papierbriefchen bemerken. Diese sind mit Sägemehl gefüllt, in welchem sich Nützlinge befinden. Wir kaufen unsere Nützlinge bei Fachbetrieben, die auf deren Vermehrung spezialisiert sind.

Auch unsere Pflanzen in den Schauhäusern bleiben nicht von Schädlingen verschont, wir müssen sie in Grenzen halten. Wir verzichten dabei weitgehend auf den Einsatz von giftigen Spritzmitteln. Zu Ihrem Wohl greifen wir auf die natürlichen Feinde der Pflanzenschädlinge zurück.

Raubmilben gehören zu den eingesetzten Nützlingen. Sie dezimieren die Rote Spinne, eine als Pflanzenschädling gefürchtete Milbenart. Blattläuse und Weiße Fliege werden mit Hilfe von Schlupfwespen bekämpft. In den wärmeren Gewächshäusern setzen wir einen australischen Marienkäfer ein. Die Leibspeise vor allem seiner Larven sind die üblen Wollläuse. Achtung: Marienkäferlarve und Wolllaus sehen sich sehr ähnlich. Wenn Sie eine überdimensionierte, sehr bewegliche Wolllaus sehen, dann handelt es sich nicht um einen Feind, sondern um einen Freund in unserem Garten.



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Biologischer Pflanzenschutz (MP3, 544 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Günter Gerlach und Harald Loose, Botanischer Garten München-Nymphenburg