Eucalyptus globulus: Blaugummibaum, Fieberheilbaum

Sicher kennen Sie die Lieblingspflanzen der Koalabären. Oder haben bei Halsweh oder Husten gelegentlich die aromatischen, stets in grünes Papier gehüllten Bonbons gelutscht. Richtig! Die Rede ist von Eukalyptus.

Die Größe dieser Gattung ist enorm. Insgesamt unterscheidet man über 500 Arten. Die meisten davon kommen in Australien vor. Es sind immergrüne strauchartige Gehölze oder Bäume. Manche davon erreichen Höhen von über 100 m und zählen damit zu den höchsten Bäumen der Welt.
Alle Eukalyptus-Arten enthalten ätherische Öle mit der Hauptkomponente Cineol. Wegen ihres angenehmen Geruchs und ihrer antibakteriellen Wirkung verwendet man sie in der Parfümindustrie sowie für Drogeriewaren. Zur Ölgewinnung nutzt man die Blätter.
Zu den Arten, die sich dafür am besten eignen, zählt der Eucalyptus globulus hier vor uns. Er wird weltweit in subtropischen Gebieten kultiviert. In seiner australischen Heimat hingegen wird er dafür kaum genutzt. Einer seiner deutschen Namen lautet Fieberheilbaum. Und tatsächlich spielt dieses Eucalyptus-Öl eine wichtige Rolle bei der Linderung und Behandlung von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen.

Der Fieberheilbaum ist weltweit eine der am häufigsten angebauten Eucalyptus-Arten. Sein widerstandsfähiges Holz wird für Telegrafenmasten und Eisenbahnschwellen verwendet. Wie andere Eucalyptus-Arten ist er schnellwüchsig, entzieht dem Boden viel Wasser, bestockt sich schnell nach dem Fällen und lässt andere Pflanzen neben sich nicht aufkommen. Allgemein stellt heute der globale plantagenmäßige Anbau von Eucalyptus-Arten ein großes ökologisches Problem dar.



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Eucalyptus globulus: Blaugummibaum, Fieberheilbaum (MP3, 836 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg