Acacia dealbata: Silber-Akazie

Die Zweige der Silber-Akazie mit den intensiv duftenden hell- oder goldgelben Blütenköpfchen werden in Blumengeschäften fälschlich als „Mimosen“ angeboten. Sie kommen aus Südeuropa, wo die immergrüne Pflanze als Zierbaum, zur Schnittblumengewinnung und zur Parfümherstellung angepflanzt wird. Kultiviert wird die Silber-Akazie auch in anderen Teilen der Welt. Zum Teil ist sie verwildert und verbreitet sich wegen ihrer Schnellwüchsigkeit und Anspruchslosigkeit so rasch, dass sie die natürliche Vegetation verdrängt und zum Problem wird.

Beheimatet ist die Acacia dealbata ursprünglich in Südostaustralien und Tasmanien. Charakteristisch sind die doppelt gefiederten Blätter mit den zahlreichen linealischen Fiederblättchen. Sie schimmern silbrig, weil sie mit feinen weißen Härchen überzogen sind. Die Behaarung reflektiert einen Teil des Sonnenlichtes. Dadurch vermindert sich die Erwärmung des Blattes und damit die Verdunstung über die Blattoberfläche, was bei Trockenheit und bei starker Sonneinstrahlung für die Pflanze von Vorteil ist. Die Blütenköpfchen sind aus 30 – 40 winzigen Einzelblüten zusammengesetzt. Der Schaueffekt wird durch die zahlreichen Staubblätter mit den langen Staubfäden erzielt.

Die Akazien sind mit etwa 700 Arten die umfangreichste Pflanzengattung Australiens. Insgesamt gibt es etwa 1.000 Akazienarten. Vertreter der Gattung finden sich in Afrika, in Mittel- und Südamerika sowie in Asien.



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Acacia dealbata: Silber-Akazie (MP3, 665 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg