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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Claus Caspari: Wilde Orchideen – gefunden und gemalt in Bayern und Italien

9. April – 1. Mai 2011

Sonderausstellung anlässlich des 100. Geburtstages des 1911 in München geborenen Naturmalers. Claus Caspari starb 1980 im Alter von 69 Jahren in München.

Ort: Grüner Saal, Haus 7 der Schaugewächshäuser

Öffnungszeiten: täglich, im April 9 - 17:30 Uhr, im Mai 9 - 18:30 Uhr

Eintrittspreis: 4 €, ermäßigt 2,50 €, für Garten und Ausstellung


Orchideen faszinierten Claus Caspari bereits bevor er beschloss, sich ganz der Malerei zu widmen. Neben exotischen Orchideen, die er nach Pflanzen aus den Gewächshäusern des Botanischen Gartens München-Nymphenburg malte, gehörte sein ganz besonderes Interesse auch wilden Orchideenarten. Etwa den Knabenkraut-Arten (Orchis spec.), dem heimischen Frauenschuh (Cypripedium calceolus) und anderen Orchideen, die er in der Natur Bayerns oder auf Reisen in Italien beobachten konnte. Eines seiner bekanntesten Gemälde ist die Darstellung unseres heimischen Frauenschuhs, Cypripedium calceolus, auf einem Wiesenstück mit Begleitpflanzen. Meisterhafte Pflanzenporträts existieren auch von verschiedenen Ragwurz-Arten.

Aus dem Nachlass von Claus Caspari hat sein Sohn, Stefan Caspari (www.stefancaspari.de), eine Auswahl an Gemälden zusammengestellt, die vom 9. April bis 1. Mai 2011 im Botanischen Garten gezeigt werden. Insgesamt wird eine Auswahl von fast 50 Gemälden gezeigt werden. Sie alle zeichnen sich, wie das gesamte Werk von Claus Caspari, durch ihre Ästhetik und die beeindruckende Detail- und Farbtreue aus. Verschiedene Bilder sind erstmalig öffentlich zu sehen.


Claus Caspari: Ophrys tenthredinifera Willd.
Repro, Copyright: Stefan Caspari
  
Claus Caspari: Ophrys apifera Huds.
Biotop-Bild, Vergesellschaftung mit Hippocrepis comosa, Sanguisorba
Repro, Copyright: Stefan Caspari

Zu sehen ist die Sonderausstellung „Claus Caspari: Wilde Orchideen – gefunden und gemalt in Bayern und Italien“ im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser). Sie ist täglich, wie die Gewächshäuser im April von 9 bis 17:30 Uhr und am 1. Mai von 9 bis 18:30 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis (4 €, ermäßigt 2,50 €) in den Botanischen Garten inbegriffen. Kinder (Zutritt nur in Begleitung von Erwachsenen) und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Der Botanische Garten lädt alle Natur- und Kunstbegeisterten herzlich dazu ein, sich an diesen ästhetischen Gemälden zu erfreuen!

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg
Bildmaterial: Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Stefan Caspari


Claus Caspari (1911 – 1980)

Am 11. April 1911 wurde Claus Caspari in München geboren.
Sein Vater war der renommierte Münchner Jugendstilmaler Walther Caspari, der leider sehr früh im Jahre 1913 verstarb.

Seine frühe Kindheit verbrachte Claus Caspari in Traunstein und teils bei Verwandten in Bielefeld. Nach München zurückgekehrt, machte er dort das Abitur, danach eine Lehre als Kunsthändler bei Hanfstaengel.

Die Kriegsteilnahme war nur von kurzer Dauer. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er dann in München eingesetzt.

1944 Heirat, 1948 Geburt einer Tochter, 1951 Geburt eines Sohnes.

Nach dem Krieg Dolmetscherexamen in Englisch, Französisch und Italienisch.

1949 Entschluss aus seinem bis dato nur als Hobby betriebenem Können einen Beruf zu machen, nämlich naturwissenschaftlicher Illustrator zu werden.

In den ersten Jahren, also zu Beginn seiner Karriere, war das Geld knapp. Doch nach und nach kamen immer mehr Aufträge von renommierten Verlagen, so dass er und seine Familie gut davon leben konnten.

In dieser Ausstellung sind einige noch nie gezeigte und veröffentlichte Bilder zu sehen.

Auf einigen Bildern der aktuellen Ausstellung hat sich Claus Caspari auf den Botanischen Garten bzw. auf Wilhelm Schacht, den damaligen Leiter des Freilands des Botanischen Gartens München-Nymphenburg bezogen, wo sich Claus Caspari sehr häufig aufhielt.